Lerntherapie im gesundheitlichen Kontext
Lerntherapie ergänzt Angebote im Bereich der psychischen und somatischen Gesundheit dort, wo Lernen und Gesundheit sich gegenseitig beeinflussen oder gleichzeitig herausfordernd sind.
Für Psycholog:innen und Ärzt:innen eröffnet Lerntherapie eine pädagogisch-therapeutische Perspektive auf Lernschwierigkeiten. Sie macht sichtbar, wie gesundheitliche Belastungen Lernprozesse mitprägen oder von ihnen beeinflusst werden.
Lerntherapie stellt keine Diagnosen und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Sie arbeitet ergänzend und fokussiert auf Lernprozesse und Selbststeuerung im Alltag.
Wenn Lernen und Gesundheit sich gegenseitig beeinflussen
Lerntherapie unterstützt dort, wo Lernprozesse im Zusammenhang mit gesundheitlichen Belastungen schwer einzuordnen sind.
-
wenn psychische oder körperliche Belastungen das Lernen erschweren
-
wenn Lernanforderungen zusätzlichen Druck oder Überforderung erzeugen
-
wenn Lernverhalten und Befinden nicht zusammenpassen
-
wenn Lernen trotz medizinischer oder psychologischer Begleitung stagniert
-
wenn unklar bleibt, wie Lernen sinnvoll weiter begleitet werden kann
Welchen Zugang Lerntherapie eröffnet
Lerntherapie ergänzt die medizinische und psychologische Versorgung.
Sie betrachtet Lernschwierigkeiten als Zusammenspiel von Person, Anforderungen und Umfeld.
-
sie ordnet Lernprozesse im Gesamtzusammenhang ein
-
sie macht Zusammenhänge zwischen Entwicklung und Lernen nachvollziehbar
-
sie klärt Rollen und Zuständigkeiten zwischen beteiligten Fachpersonen
-
sie unterstützt die Abstimmung zwischen Therapie und Lernen
-
sie entlastet Lernende und Bezugspersonen
