top of page

Lerntherapie im fachlichen Kontext

Lerntherapie bewegt sich im Schnittfeld von Bildung, Entwicklung, Gesundheit und Sozialwesen.

 

Sie ergänzt andere Fachrichtungen dort, wo Lernprozesse über längere Zeit erschwert sind

und mehrere Faktoren zusammenwirken.

Im fachlichen Austausch übernimmt sie eine klärende und verbindende Rolle.

Sie macht Lernprozesse verständlich und bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen.

Wofür Lerntherapie steht

Lerntherapie richtet den Blick auf das Lernen selbst – nicht nur auf Leistungen oder Symptome.

 

Sie fragt danach, wie Lernen erlebt wird, welche Muster sich zeigen und

unter welchen Bedingungen Lernen gelingt oder blockiert wird.

Im Zentrum stehen Lernprozesse, Erfahrungen und Voraussetzungen,

die das Lernen im Alltag prägen.

Rolle im interdisziplinären Arbeiten

Lerntherapie arbeitet ergänzend zu pädagogischen, psychologischen,

medizinischen und sozialen Angeboten.

Sie arbeitet pädagogisch-therapeutisch am Lernen und grenzt sich klar von

diagnostischen und medizinischen Aufgaben ab.

Ihr Beitrag liegt darin, Lernprozesse einzuordnen und

sie für alle Beteiligten verständlich zu machen.

Beitrag zur Zusammenarbeit

In der Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen bringt

Lerntherapie folgende Perspektiven ein:

  • Lernschwierigkeiten einordnen
     

  • Zuständigkeiten klären
     

  • Übergänge zwischen Angeboten verständlich gestalten
     

  • Lernende und Bezugspersonen entlasten
     

Die Zusammenarbeit erfolgt im fachlichen Austausch und

– wo sinnvoll –  mit Einbezug der Lernenden.

Wo Lerntherapie ergänzt

Lerntherapie bietet eine fachliche Zusammenarbeit an, wenn Lernprozesse

über längere Zeit ins Stocken geraten oder sich als belastend zeigen.

Sie kann die Arbeit von Fachpersonen aus folgenden

Bereichen sinnvoll ergänzen:

Stimmen aus der Praxis

Es fällt nicht allen Kindern leicht, die Anforderungen zu erfüllen,

die Schule, Eltern und Gesellschaft an sie stellen.

Manche Kinder erleben aufgrund einer Lese-Rechtschreibschwäche, einer Rechenschwäche oder einer ADHS dauernd Misserfolge. Sie fühlen sich nicht selten minderwertig und demotiviert.

Andere Kinder und Jugendliche entwickeln Schul- und Prüfungsängste,

verweigern sich oder schieben alles auf.

Durch die Lerntherapie besteht die Möglichkeit, diese Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, Lernblockaden aufzulösen und individuelle, auf die Persönlichkeit des jeweiligen Klienten abgestützte Lösungen zu finden.

Es freut mich, dass wir in der Schweiz auf eine Vielzahl qualifizierter Fachpersonen

innerhalb und ausserhalb der Schule zurückgreifen können,

um Kinder mit Lernschwierigkeiten sinnvoll zu unterstützen.  

 

Fabian Grolimund

Psychologe FSP

bottom of page