Lerntherapie SVLT Schweizerischer Verband der diplomierten Lerntherapeutinnen und Lerntherapeuten Schweiz
Home
Lerntherapie
Ausbildung
Berufsverband
Vorstand
Adressen
Fachliteratur
Mitglieder
Links
Forum


 

Wie funktioniert Lerntherapie?

Die Grundlage der lerntherapeutischen Arbeit bildet eine behutsame Suche nach den Ursachen der Lernprobleme. Durch Gespräche mit dem Klienten selber, seiner Familie und seinen Lehrern verschafft sich die LerntherapeutIn Eindrücke zu wichtigen Aspekten wie dem Lernstand, dem Lernverhalten, der psychischen Befindlichkeit, der emotionalen Entwicklung und der Sozialisation des Klienten.

In den ersten Stunden einer Lerntherapie können einige Tests durchgeführt werden. Für einen Schüler ist es wichtig, seinen Lernstand zu überprüfen: Hat er Lücken im Stoff? Wann sind sie entstanden? Welche Problemlösestrategien kennt er / wendet er an? Ebenso interessant ist der Lerntyp eines Menschen. Lernt er besser über den visuellen, den auditiven Kanal oder in einer Kombination? Wo liegen seine Stärken (und Schwächen)?

Vor allem bei Kindern werden viele wertvolle Hinweise durch Spielen gesammelt. Hand-Augen-Dominanz und Koordination, Körper- und Raumgefühl, Reaktionsvermögen, Frustrationstoleranz und viele andere Informationen lassen sich auf spielerischem Weg erfahren.

Weitere Beobachtungen gelten der Lernorganisation des Klienten. Wann macht er Aufgaben? Wo? Welche Umstände begleiten seine Arbeit? Wie ist sein Arbeitsplatz eingerichtet, sein Material organisiert?

Anhand der Daten und Eindrücke aus dieser ersten, diagnostischen Phase erarbeitet die LerntherapeutIn einen individuellen Förderplan und bespricht mit der KlientIn geeignete Massnahmen. Bei Kindern werden im darauf folgenden gemeinsamen Gespräch mit den Eltern Testergebnisse und Eindrücke festgehalten, Fördermassnahmen vorgestellt und eine gemeinsame Zielsetzung erarbeitet.

Während der nun folgenden lerntherapeutischen Phase können alle Beteiligten anhand der gemeinsamen Zielsetzung die Fortschritte des Lernenden mitverfolgen und die Wirkung der Fördermaßnahmen überprüfen.

Das Lerntherapie-Konzept

Die sowohl lern- wie persönlichkeitstheoretische Begründung der Lerntherapie verfolgt zwei Ziele:

Einerseits DAS LERNEN, insbesondere
DIE LERNQUALITÄT,
andererseits DIE ENTWICKLUNG und DIE BEFINDLICHKEIT DER PERSÖNLICHKEIT.

Um diesem Anliegen in der Praxis gerecht werden zu können, verfügt die Lerntherapie über ein vierstufiges Handlungsmodell:

LERNKOMPETENZ
– Lernorganisation, Lerntechniken,
Lernstrategien
– Zeitmanagement
– Lerntyp, Denkstil kennen
– Wahrnehmung
– Lernstand
SELBSTKOMPETENZ
– Selbstständigkeit, Selbstverantwortung
– Arbeitshaltung, Leistungsbereitschaft
– Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz
– Emotionen und Motivationen im
Lernprozess wahrnehmen
PERSÖNLICHKEITSKOMPETENZ
– Selbstsicherheit, Selbstvertrauen
– Ressourcen, Begabungen kennen
– Motivation, Selbstwert
– Umgang mit Konflikten, Ängsten,
Widerständen, Stress
BEZIEHUNGSKOMPETENZ
– Beziehungsqualitäten wahrnehmen
– Wechselwirkungen zwischen den
einzelnen Personen wahrnehmen
und verstehen
– Sich selbst als Teil im
Beziehungsnetz verstehen




Lerntherapie
developed by mycosign